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Apps für Geocaching – c:geo

| 7 Kommentare

c:geo

 

Wer mit Smartphone statt Garmin auf Dosensuche geht, ist auf entsprechende Software angewiesen und den Geocachern unter den Lesern mit Android-Smartphone dürfte c:geo größtenteils schon ein Begriff sein.

C:geo wartet mit einem aufgeräumten Homescreen mit nur sechs Icons auf, die den Anwender zu den wichtigsten Funktionen zum Online-Cachen führen. Man kann sich die Caches in einer Live-Karte anzeigen lassen, mit “In der Nähe” eine Liste der nächstgelegenen Caches ausgeben oder in die Suche gehen um gezielt nach Caches zu suchen oder in der Nähe einer bestimmten Koordinate zu stöbern. Sehr komfortabel und selbst auf der Seite von Geocaching.com nicht so bequem möglich: die Eingrenzung der Suche nach Cache-Typen. Icon Nummer sechs wäre dann der Zugriff auf die gespeicherten Caches, aber zu denen komme ich später noch einmal.

Mit der Android-eigenen Menütaste kann man zusätzlich noch ein kleines Menü aufrufen, über das man z.B. zu den Einstellungen gelangt und sich den Verlauf der über die App geloggten Caches anzeigen lassen kann.

In den Einstellungen gibt man die Zugangsdaten für Geocaching.com ein. Dadurch ist c:geo dann in der Lage, online Cachebeschreibungen direkt in die App zu laden. Auch der Login zu GC-Vote, Go 4 Cache und das automatische Twittern der Funde ist über die Einstellungen möglich. C:geo bietet außerdem die Möglichkeit, eine Signatur zu hinterlegen und Beschreibungen und Hints zu übersetzen. In meinem Fall habe ich die Sprachen angegeben, die ich verstehe. Da Englisch darunter fällt, habe ich die Übersetzung von Beschreibungen noch nicht “in Farbe und buuunt”, also live, erleben können. Über die Qualität der Übersetzung kann ich also nichts sagen.

Weitere Optionen sind das Ausblenden von eigenen, gefundenen und deaktivierten Caches, was im Tradigewimmel mancher Gegenden recht angenehm sein kann. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, zwischen imperialen und metrischen Einheiten zu wählen, ob die ausührlichen Beschreibungen der Caches automatisch geladen werden sollen, ob statische Karten für das Offline-Cachen gespeichert werden, etc.pp. Selbst Backups sind möglich. Mir ist bisher keine Funktion eingefallen, die ich in den Einstellungen vermissen würde.

Nun zum Handling der Caches.

Wählt man einen Cache von der Live-Karte aus, bekommt man zuerst eine kurze Übersicht über den Cache mit Schwierigkeitsstufe, GC-Code, Bewertung und Dosengröße. Zum Jagen von Tradis reicht diese völlig aus, denn von da aus hat man direkten Zugriff auf die wichtigsten Funktionen. Navigation per Kompass und Radar oder GoogleMaps Navigation steht von hier aus zur Verfügung. Außerdem hat man weiterhin die Wahl, ob man den Cache speichern und damit für Offlinecaching verfügbar machen möchte oder ob man direkt in die Cachedetails gehen möchte, um mehr darüber zu erfahren.

Wählt man von einer Suchergebnisliste einen Cache aus, kommt man direkt zu den Cachedetails. Da wird dann auch nichts ausgelassen, jede noch so kleine Information, vom Owner angefangen über Dosengröße, Schwierigkeitsstufe über das Datum der Cachelegung (und noch vieles mehr) wird dem Cacher alles verraten. Auch hier gibt es die Möglichkeit den Cache “für später” zu speichern oder das gespeicherte zu aktualisieren – eine Funktion, für die ich sehr dankbar bin, denn damit aktualisieren sich auch die Kommentare, in denen man hin und wieder den einen oder anderen guten Hinweis findet. Seit einiger Zeit kann man auch eigene Wegpunkte zu Caches hinzufügen, was eine enorme Hilfe bei Multis ist.

Über die Menütaste bieten sich in der Ansicht der Cachedetails noch die Möglichkeiten per Kompass oder per Karte zu navigieren. Hat man außerdem noch Locus installiert, kann man die Kartennavigation über Locus machen. Da Locus viele verschiedene Karten anbietet, unter anderen OpenStreetMap, GoogleMaps (inkl. Satellitenansicht), Bing und Hastenichtgesehen, bietet c:geo so viele Möglichkeiten der Orientierung. Auch Navigation per Radar ist dann möglich.

Weiterhin kann man über dieses Menü Cachebeschreibungen sharen, im Browser öffnen oder den Besuch online loggen. Es sind alle Logarten möglich, auf Knopfdruck kann Datum und Uhrzeit dem Logtext hinzugefügt werden (beim Loggen mal die Menütaste drücken) und seit einiger Zeit kann man auch seine Trackables beim Loggen ablegen und muss dafür nicht mehr extra auf Geocaching.com gehen. Für Event-Caches kann direkt von der Cachebeschreibung aus ein Kalendereintrag erzeugt werden.

Ich wollte noch auf die gespeicherten Caches zu sprechen kommen. C:geo kann *.gpx-Dateien importieren und es ist ihm ziemlich egal, in welchem Verzeichnis die auf dem Smartphone hinterlegt werden. Ist man im Bereich “Gespeicherte Caches” und wagt einen forschen Druck auf die Menütaste (die übrigens absolut unterschätzt wird, wie ich finde), bietet sich dort die Möglichkeit, *.gpx-Dateien zu importieren. C:geo durchsucht die Ordner nach diesen Dateien und bietet dem Anwender dann eine Liste der gefundenen Dateien zur Auswahl.

Auch das Verwalten in Listen und Anzeigen auf Karten von bereits gespeicherten Caches ist so möglich. Man kann ebenfalls offline loggen und die Logs in c:geo speichern. Ob die irgendwo als Field Note abgelegt werden, konnte ich bisher nicht rausfinden. Meine Vermutung ist, dass man, sobald man wieder Netz hat, die vorbereiteten Logs via C:geo dann publiziert, anstatt die Field notes in den Benutzeraccount bei GC hochzuladen und bequem am Rechner zu editieren und zu loggen.

Alles in allem ist c:geo mein absoluter Favorit für’s Online-Cachen. Ich habe mir viele Apps zum Cachen angesehen und (auch die Groundspeak-eigene) und muss sagen, dass die absolut nicht mithalten können. C:geo ist kostenlos, allerdings lehnt Carnero Spenden auch nicht ab. Ich selbst habe 5€ gespendet und c:geo ist jeden Cent wert.

Wer Anregungen zu c:geo hat, kann sich jederzeit selbst an Carnero wenden. Er ist über Jabber zu erreichen (Kontaktdetails entnehmt bitte seiner Website, die ich oben verlinkt habe). Auch in seinem Forum kann man Fragen und Anregungen loswerden, die er tatsächlich alle liest und ich habe es schon oft erlebt, dass Wünsche aus dem Publikum beim nächsten c:geo-update schon realisiert wurden.

 

C:geo verlangt Zugriff auf:

  • SD-Karten-Inhalt ändern/löschen (zum Speichern von Caches und Bildern)
  • genauer GPS-Standort oder ungefährer netzwerkbasierter Standort (zum Orten und Auffinden der nächstgelegenen Caches)
  • uneingeschränkter Internetzugriff (zum Laden von Cachedetails und Online-Karten)
  • Kalenderdaten lesen/schreiben (zum Eintragen von Event-Daten, geschieht nicht automatisch)


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Autor: Plagiateuse

Die Plagiateuse ist freiberuflicher Dosenspürhund und Mondphasenexpertin, bewandert in der Anwendung von bei Rückenwind gesammelten Bachblüten in Verbindung mit Pro-Aggressions-Therapien und schreibt gern mal so'n Müll in ihre Bio.

7 Kommentare

  1. Ich benutze cgeo auch und bin sehr zufrieden. Einzig die Ladezeit mit dem mobilen Internet sind manchmal etwas lang – liegt aber auch (natürlich) an der verfügbaren Verbindung.
    Aber ansonsten TOP.

  2. Obwohl ich lieber mit meinem forerunner 305 von Garmin auf Tour gehe, ist einfach genauer. Bei meinem letzten Versuch mit dem Samsung Galaxy Pad kreiste im Radius von 30…60m um das Ziel herum.

    Aber ansonsten ist die App wirklich geil. Hatte aber eine Reihe Dauerabstürze, als c:geo dauernd auf ein zu schwaches wlan Signal absprang und hin und her sprang zwischen UMTS und Wlan.
    Wlan ausschalten hat dann geholfen.

  3. Abweichungen mit dem Smartphone (in meinem Fall ein Motorola Milestone) zum Cachen mit Garmin gibt es natürlich, aber 30-60m Differenz sind dann doch wohl eher einem schlechten GPS-Signal geschuldet. 4-9m hingegen sind da schön öfter zu beobachten.
    c:geo hatte früher große Probleme mit Abstürzen, das hat sich aber vor einigen Monaten gelegt, generell arbeitet der Entwickler sehr viel an der App und hat viel für die Stabilität getan. Hier wäre natürlich interessant, auf welcher Hardware sich welche Fehler/Abstürze bei c:geo einstellen, ich kann jetzt was Abstürze und Genauigkeit angeht natürlich nur für mein Milestone sprechen.

  4. @Plagiateuse: Ich fand es ja auch merkwürdig. Normalerweise sollte ja durch GPS und die zusätzliche Lokalisierung durch das Funknetz eine höhere Genauigkeit gegeben sein.

    Ich wollte diesen einen Cache eh nochmal mit beiden Geräten testen. dann weiß ich genaueres.

    Die Abstürze haben ich nur gehabt, weil der WLan Empfang minimal und nicht stabil war und ich dazu die Einstellung hatte, immer nach einem aktiven freien WLan Zugang zu suchen und zu nutzen.
    Wie Wlan aus war, kamen auch keine Abstürze mehr.

  5. Wir waren gestern bei einem Nachtcache (in einer Gegend mit miesem Empfang) und c:geo ist in einer Tour abgestürzt. Allerdings hatte ich da noch nicht das anstehende Update durchgeführt. Keine Ahnung, wieso das so war, da muss wohl irgendwann ein Gurkenupdate dazwischen gewesen sein, oder, oder, oder. Jetzt ist es wieder okay.
    Sowas kann halt auch passieren, aber im Vergleich mit anderer Geocachingsoftware für Smartphones halte ich c:geo immer noch für ungeschlagen :)
    Berichte doch mal, wie der Test verläuft, das würde mich sehr interessieren!

  6. Jetzt habt ihr mich neugierig gemacht. :)
    Habe mir eben c.geo installiert und mich bei geocaching.com angemeldet. :)

  7. Ich nutze auch c.geo und bin sehr zufrieden. Ich nutze ein HTC Desire und habe kaum Abstürze. Die Genauigkeit ist sehr hoch, 1-2 Meter ist schon “standard”, hatte auch schon Abweichungen von 0,4-0,5 Metern. Stand förmlich auf dem Cach.

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