Apps in den AppStores mit einer Prepaid-Kreditkarte kaufen – Kalixa

Ich habe nun vor kurzem die Bank gewechselt, nachdem ich ja Ende 2011 bereits hier nach Großostheim gezogen bin.

Bei der alten Bank hatte ich neben der klassischen EC/Maestro-Karte auch eine Mastercard. Ich habe demnach bei Kontoeröffnung hier gefragt, wie es damit aussähe, generell spricht da nichts gegen, allerdings begrüßt es die Bank, wenn man damit ein halbes Jahr wartet, dann gerne.

Nun wollte ich ungern paar Monate ohne Kreditkarte sein, mir aber auch nicht eine unabhängige Karte holen, so dass ich quasi noch eine Bank mit im Boot habe, die einzige Alternative war demnach eine Prepaid-Karte, die günstig ist und als Mastercard eine breite Akzeptanzbasis hat.

Weiterer Vorteil einer Prepaid-Karte ist, wenn man sie tatsächlich mal verlieren sollte, ist der Schaden unabhängig von einer Haftung des Herausgebers nach sofortiger Meldung des Verlustes auf das reine Guthaben beschränkt.

Bei Mobiflip bin ich auf den Bericht über die Kalixa-Karte gestoßen, nach dem was René da geschrieben hatte, habe ich mir eine bestellt, ich hatte noch das Glück oder Pech, je nachdem wie man es sieht, dass ich meine Karte für eine einmalige Gebühr von 4,95 Euro bekommen habe, 2 Wochen nach Beantragung hat Kalixa auf der einen Seite die einmalige Gebühr auf 9,95 Euro angehoben, dafür ist in den neuen Karten ein NFC-Chip drin, um so schnell und einfach kleinere Beträge zu bezahlen. Es wurde also die einmalige Gebühr erhöht, aber auch die Leistung, die man erhält.

Nachdem ich mich bei Kalixa angemeldet und die Karte das erste Mal aufgeladen hatte, kam nach ca. 10 Tagen die Karte.

Kalixa-Karte

Ich habe die Karte sogleich in den AppStores, wo ich einkaufe, hinterlegt, als da wären iTunes, Google Play (Google Wallet), PlayStation Network, XBox Live inklusive WindowsPhone (Microsoft hat eins für alles, praktisch), es gab keine Probleme. Da Kalixa ein Unternehmen aus GB ist, dachte ich, es könnte eventuell nicht bei allen klappen, weil quasi ausgebendes Unternehmen und Adresse des Karteninhabers unterschiedliche Länder sind, kein Problem.

iTunes, PlayStation Network und Xbox Live bieten ja Guthabenkarten bzw. Punktekarten an, da ist es also kein Problem, Apps bzw. Spiele ohne Kreditkarte zu kaufen, interessant ist daher die Kalixa-Karte für Android-Nutzer, da Google ja zumindest in Deutschland noch keine Guthabenkarten anbietet.

Zwar gibt es auch virtuelle Kreditkarten, um damit in den AppStores zu bezahlen, die ggf. komplett kostenfrei sind, da ist das ganze dann aber „nur“ ein Onlinekonto, hier bekommt man für sein Geld, die Einmalgebühr, eine Plastikkarte, mit der man auch offline, also an der Tankstelle oder wo auch immer, bezahlen kann, genügend Guthaben vorausgesetzt. Die Kalixa-Karte unterscheidet sich in einem weiteren Punkt von „normalen“ Kreditkarten, wenn man offline zahlen möchte, muss man die PIN, die man vorher bei der Anmeldung festlegen kann, eingeben, das braucht man bei einer Postpaid-Kreditkarte nicht. Ich sehe das aber nicht negativ, da damit das Guthaben quasi abgesichert wird.

Ich rede immer von der Einmalgebühr, welche bei Beantragung anfällt, je nachdem, wie man auflädt, fallen ggf. dafür Gebühren an, aber das kann man ja selber steuern, so dass man die Kalixa, sofern man per Banküberweisung auflädt, kostenfrei nutzen kann, das Aufladen von anderen Kreditkarten wie Visa oder Mastercard kostet 1,75% vom Umsatz, per Giropay 1,95%, mindestens 1 EUR und per Sofortüberweisung 1%. Sogar das Aufladen über Skrill, ehemals Moneybookers wird unterstützt  das ist allerdings die teuerste Variante mit 3,5% mindestens 1 EUR. Komplett kostenfrei ist eben das aufladen per Überweisung, das kann aber bis zu 7 Tage dauern, bei mir dauerte es von Freitag abend bis Mittwoch, ergo 3 Banktage.

Sollte man in die Verlegenheit kommen, und die Kalixa-Karte 6 Monate in Folge nicht zu nutzen, fällt eine monatliche Kontoführungsgebühr von 0,99 Euro an, allerdings schreibt Kalixa einen, bevor dieses geschieht, 2 Wochen vorher an, damit man reagieren kann.

Um die Kalixa-Karte nun zu beantragen braucht man eine gültige email-Adresse, eine gültige Postanschrift und man muss 18 Jahre alt sein. Nicht uninteressant ist, dass, da die Karte auf Guthabenbasis geführt wird, keine Schufa-Anfrage gemacht wird.

Kalixa fragt zu keiner Zeit eine Bankverbindung an, es ist also kein Konto verknüpft.

Ich habe inzwischen schon paar Apps gekauft, es klappte wunderbar, keine Probleme. Allerdings kann man eben nur Apps im Rahmen des Guthabens kaufen, teurere Apps kann man erst nach der Aufladung kaufen. Das hat aber auch den Vorteil, dass man sich ggf. eine App-Anschaffung doppelt überlegt und weniger spontan kauft. 🙂

Was nicht unwichtig ist: Google belastet die Karte, um die Daten zu prüfen, mit einem Euro, der aber wieder gutgeschrieben wird. Apple belastet die Karte auch mit einer Gebühr, laut FAQ ca. 1 Euro, auch um die Karte quasi zu prüfen, das wird allerdings nicht storniert/erstattet. Sony handhabt es wie Google, Microsoft wie Apple.

Zur Kalixa-Karte

Ich bin mit der Kalixa-Karte zufrieden und kann sie nur weiterempfehlen.

Michael Kupfer

Hier bloggt Michael, ein Vertriebler, der sich gerne mit Technik beschäftigt. Ich freue mich über jeden Kommentar. Mich findet man auch bei Google+, Facebook, Twitter und Xing

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Ich habe auch nur eine Prepaid Kreditkarte. Die lädt sich jeden Monat automatisch um einen bestimmten Betrag auf (Wird von meinem Konto abgebucht) Damit zahl ich dann auch in Google und Co. Stors. Was über bleibt wird dann gut verzinst, wie bei einem Tagesgeld Konto. Damit bin ich vollkommen zufrieden.

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  2. Ich hab die PrePaid der Postbank (weil eh Kunde da). Klappt prima. Ist aber explizit für Online. Also ohne Prägeschrift und Magnetstreifen. I don’t care. Ich will die auch nur dafür.
    Der große Vorteil an PP-Kreditkarten ist ja: wenn da einer die Daten hat, hat er nur das Guthaben der Karte. Und das sind bei mir nie mehr als 20 Euro.

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    • Eben darin sehe ich jetzt den Vorteil, der Verlust ist auf das Guthaben begrenzt, wobei in den AGB sogar wie bei Postpaid auf 50 Euro begrenzt ist, falls mehr als 50 Euro drauf sind. Und ich habe noch 4,95 bezahlt, einmalig, von daher auch zu vertreten. Bei der Postbank bin ich nicht.

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