LG 29UM65 – ein 21:9 Widescreen-Monitor im Test

In der heutigen Zeit werden Monitore immer größer, ich arbeite in der Firma z.B. an einem 26-Zöller, da unsere Software auf kleineren schlecht nutzbar ist.

Hier zuhause nutze ich einen 19-Zöller von Dell, mit dem ich zufrieden bin, der hatte bis vor kurzem für meine privaten Bedürfnisse die richtige Größe. Bis vor kurzem, weil ich in den letzten Wochen einen Monitor von LG testen durfte, den LG 29UM65, ein 29-Zöller mit dem Seitenverhältnis 21:9, so dass man bequem 2 Seiten nebeneinander haben konnte, als Blogger ideal, wenn man sein Backend vom Blog und die Quelle nebeneinander hat, man muss nicht immer hin- und herwechseln.

Ich hatte im Juli, nachdem Charles einen Testbeitrag zu einem anderen 29-Zöller von LG veröffentlichte, „Appetit“ bekommen und bei LG mal nachgefragt, ob ich denn ein Testgerät bekommen könnte. Dieses ging relativ schnell, innerhalb von 3 Tagen hatte ich den LG 29UM65 in weiß zu Hause.

Erstmal abends dann ausgepackt und zusammengebaut, es waren 3 Teile, das Display und der Standfuß in 2 Teilen, man kann, da 2 mal 2 Löcher im Standfuß sind, 2 verschiedene Arbeitshöhen per Schrauben einstellen, das ist zwar nicht so praktisch, als wenn man den Monitor stufenlos höhenverstellen kann, aber das läßt sich wohl schwer lösen, da das Display doch einiges Gewicht hat.

Erstmal ein paar Daten:

  • Display-Typ: TFT-LCD Aktiv-Matrix mit White LED Backlight
  • Bildschirmgröße: 29 Zoll, 73,66 cm, 677 x 290,2 mm Bildfläche, 21:9 Seitenformat
  • Auflösung: 2560 x 1080 Pixel
  • Helligkeit: 300 cd/m²
  • Kontrastverhältnis: 5.000.000:1
  • Reaktionszeit: 5 ms
  • Blickwinkel: 178° horizontal und vertikal
  • horizontaler Frequenzbereich: 30-90 kHz
  • Eingänge: Displayport 1.2, 2 x HDMI, DVI-D Dual Link, PC Audio
  • Ausgänge: Audio mit 3,5 mm Klinke
  • Lautsprecher: intern, 2 x 7 Watt
  • Lieferumfang: Netzkabel, externes Netzteil, PC Audio Kabel, HDMI-Kabel, Kurzanleitung, Handbuch und Software auf CD

Angeschlossen habe ich den Monitor über HDMI, er wurde auch gleich erkannt und unter Windows 8.1 wurde auch gleich die maximale Auflösung von 2560 mal 1080 Pixeln eingestellt, ich brauchte nichts nachjustieren.

Hier mal die Anschlüsse auf der Rückseite

MonitorRückseite

Da die für mich idealen Einstellungen gleich aktiv waren, habe ich gar nicht groß im Menü rumgebastelt. Das Menü erreicht man über den Knopf auf der Unterseite mittig, damit schaltet man auch den Monitor an und aus. Einfach, solange er an ist, etwas länger drücken und das Menü erscheint auf dem Bildschirm.

Wenn man ihn aufgebaut hat, hat man von der Fläche her 2 Monitore nebeneinander, aber keine störenden Monitorränder, die das Bild trennen. Ich war regelrecht erschlagen, da ich ja eigentlich einen Monitor mit 19 Zoll nutze. Meinen eigentlichen Monitor habe ich weiterhin angeschlossen gelassen und wenn ich was gespielt habe, auf dem Teamspeak laufen lassen, so dass ich sehen konnte, wenn sich da was tat.

beideMonitoreHier mal beide Monitore nebeneinander im Vergleich, schon faszinierend, wieviel mehr Bildfläche der LG hat.

Im Praxiseinsatz durfte er sich beim bloggen aber auch beim Spielen bewähren, wobei nicht alle Spiele die Auflösung unterstützen, aber dafür habe ich zum Glück das Programm Flawless WideScreen entdeckt, welches unter Windows bei einigen Spielen die Auflösung aufbohrt, Diablo III als Beispiel kann ab Haus nur 1920 mal 1080 maximal, mit Flawless Widescreen werden die vollen 2560 mal 1080 Pixel unterstützt.

Von Diablo III habe ich ein Video erstellt, da kann man auch gut sehen, dass schwarz auch wirklich schwarz ist und dass alles gut zu erkennen ist.

Beim surfen 2 Browserfenster nebeneinander sind auch sehr praktisch, wie man hier sehen kann:

Foto

Screen Split OptionenUm das genau aufgeteilt zu bekommen, liefert LG die Software „Screen Split“ mit, mit der man den Bildschirm in verschiedene Bereiche aufteilen kann. Leider gibt es nur die links gezeigten Möglichkeiten, man kann nicht frei aufteilen, aber immerhin, es sind einige Möglichkeiten dabei, ich selber habe am meisten 2 Bilder symmetrisch genutzt, um eben 2 Browser genau nebeneinander zu bekommen.

Scheinbar habe ich bei der Software eine neuere Version erhalten, denn Charles hatte noch bemängelt, dass die mitgelieferte Software nicht unter Windows 8 laufen würde, ich selber nutze Windows 8.1 und „Screen Split“ läuft einwandfrei. Die beiden anderen Programme „Auto Resolution“ und „True Color Finder“ habe ich nicht genutzt, da eben die Auflösung automatisch eingestellt wurde und auch die Farben für mein Empfinden gut eingestellt waren.

Das Display löst sehr gut auf, das IPS-Panel ermöglicht sehr gute Blickwinkel, hier sehe ich als „Normalnutzer“ keine Schwächen. Die Farben sind kräftig und bei maximal 300 Candela ist die Helligkeit auch sehr gut.

Im täglichen Einsatz habe ich es sehr genossen, dass ich viel nebeneinander sehen konnte, bei Tweetdeck, welches ich nutze, hatte ich z.B. 8 Spalten nebeneinander, auf meinem 19-Zöller ist bei 4 Schluss, danach muss ich scrollen. Beim bloggen eben 2 Browser nebeneinander, was auch sehr angenehm war, nicht immer mit ALT-TAB die Browser wechseln sondern einfach lesen und schreiben. Unter WordPress konnte ich das Backend in 4 Spalten aufteilen, aktuell habe ich 2 Spalten.

Beim spielen war der Vorteil, dass ich quasi mehr gesehen habe, ich brauchte mich nicht so oft umsehen bei Guild Wars 2, bei Diablo III habe ich die Feinde früher gesehen als meine Mitspieler.

Fazit:

Der LG 29UM65 ist ein sehr guter Monitor, welcher die Vorteile von 2 Monitoren in einem vereint. Man benötigt nicht 2 Monitore mit 2 Stromkabeln und 2 Anschlüssen an der Grafikkarte, es reicht einer. Dementsprechend ist der Stromverbrauch auch relativ gut, da eben nicht 2 Monitore „befeuert“ werden müssen sondern „nur“ einer. Platztechnisch ist der eine 29-Zöller nicht größer als 2 19-Zöller nebeneinander, wer also aktuell 2 Monitore nutzt sollte diesen sich mal anschauen, der Gewinn an Platz ist gut.

Die Anschlüsse sind gut, man hat an alle gängigen gedacht, so dass man den Monitor an einem PC (DVI oder HDMI) oder auch an einem MacBook (Displayport) betreiben kann.

Allerdings kommt nicht jede Grafikkarte mit der Auflösung zurecht, auf der Seite von LG sind die Mindestanforderungen beschrieben, ich selber habe eine ATI AMD Radeon HD 8670D, welche keine Hochleistungsgrafikkarte ist, aber der Monitor hat mit ihr wunderbar funktioniert, ich konnte ja sogar, wie man oben sehen kann, beide Monitore gleichzeitig betreiben.

Ich persönlich vermisse den Monitor, man kann sich in den paar Wochen, den ich den zum testen hatte, sehr schnell an die Größe gewöhnen.

Wer also einen Monitor sucht, mit dem er 2 kleinere austauschen kann, sollte sich diesen mal anschauen, für ca. 350 Euro, je nach Farbe, macht man nicht viel verkehrt.

Michael Kupfer

Hier bloggt Michael, ein Vertriebler, der sich gerne mit Technik beschäftigt. Ich freue mich über jeden Kommentar. Mich findet man auch bei Google+, Facebook, Twitter und Xing

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